Integration - ein Schlagwort in unserer pluralen Gesellschaft - setzt ein "sich Kennenlernen" voraus, denn was man kennt, macht einem weniger Angst. Das gilt nicht nur für diejenigen, die sich in einer fremden Kultur zurechtfinden müssen, sondern gleichermaßen für diejenigen, die mit fremden Kulturen konfrontiert sind. Um ein solches Kennenlernen des muslimischen Glaubens nicht nur theoretisch anzubahnen, sondern für die Schüler und Schülerinnen auch erfahrbar zu machen, haben wir die Unterrichtssequenz "die Religion des Islam", Thema im Lehrplan Erdkunde und Religion der 7. Klassen, fächerübergreifend mit einem Besuch in der neuen Ingolstädter Moschee abgerundet.
Überaus freundlich wurden wir an zwei Terminen vom dortigen Leiter der muslimischen Gemeinde, Herrn Dr. Çobanoglu und einem ausgezeichnet Deutsch sprechendem Moscheeführer begrüßt. Wir erfuhren viel Wissenswertes über den Islam, konnten dabei auch zeigen, was wir im Unterricht bereits gelernt hatten und durften alle Fragen stellen, die wir auf dem Herzen hatten. Sogar der Vorbeter, der Imam, der Gemeinde war anwesend, um uns den Gebetsruf auf Arabisch vorzutragen.
Die Schüler waren von der ansprechenden, hellen Atmosphäre in dieser wunderschönen Moschee mit ihrer riesigen Kuppel samt gigantischem Kronleuchter, ihrem hellblauen Teppichboden und ihren wenigen "Einrichtungsgegenständen" aus weißem Marmor beeindruckt und empfanden diesen Besuch als Bereicherung.
Gabi Gratzl